Der Kern

Die zwölf Regeln

Sie sind die Antwort auf die wiederkehrenden Krankheiten des politischen Betriebs. Jede einzelne lässt sich überprüfen.

1

Er entscheidet rational, nicht ideologisch.

Erst die Daten, dann die Ziele, dann die Instrumente – die Entscheidung folgt der Sache, nicht dem Reflex.

2

Er holt sich Sachverstand, statt Allwissenheit vorzutäuschen.

Wer die Grenzen seines Wissens kennt, fragt die Richtigen und entscheidet besser.

3

Er korrigiert sich öffentlich, wenn die Daten es verlangen.

Eine begründete Kursänderung ist Stärke, kein Wortbruch.

4

Er ist Angestellter der Bürger.

Er bleibt erreichbar und behandelt jede Anfrage als Teil seiner Aufgabe – mit einer verlässlichen Frist.

5

Er wahrt das freie Mandat und beugt sich keinem Fraktionszwang.

Überzeugung geht vor Gehorsam; sein Abstimmungsverhalten und dessen Gründe sind öffentlich.

6

Er begrenzt seine Amtszeit und bleibt rückkehrfähig.

Wer einen Beruf hat, auf den er zurückkehren kann, entscheidet freier.

7

Er legt Nebeneinkünfte offen und meidet Interessenkonflikte.

Vollständig, auf Euro und Cent – auch Vorteile über Dritte, Stiftungen oder Angehörige.

8

Er ist wahrhaftig und spricht verständlich.

Keine gefällige Halbwahrheit, kein Jargon, der nichts sagt.

9

Er legt täglich Rechenschaft ab und öffnet seinen Kalender.

Eine Minute am Tag, ein einsehbarer Kalender – Information wird zur Bringschuld.

10

Er führt ein offenes Register seiner Kontakte.

Wer auf Entscheidungen einwirken will, tut es sichtbar oder gar nicht.

11

Er macht den Umgang mit öffentlichem Geld sichtbar.

Ein jährlicher Transparenzbericht zeigt, woher die Mittel kommen und wofür sie verwendet werden.

12

Er bindet sich durch einen Eid und akzeptiert die Kontrolle.

Die Selbstverpflichtung wird zum Versprechen, das jeder Bürger überprüfen kann.

Wie jede Regel im Alltag aussieht und welche Einwände es gibt, behandelt das Buch ausführlich.

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